ROBIN GIBB IN GERMAN MAGAZINES

(Posted by Marj. L.)

IN MEINEM SCHLOSS SPUKT ES WIRKLICH (Neue Woch, September 2004)

Der Bee Gee-Sänger bewohnt in England ein 900 Jahre altes Gebäude, in dem Jeanne d'Arc zum Tode verurteilt wurde.

Abends wenn sich die Stille über das umgebaute Kloster The Prebendel (dt. Die Pfründe) senkt, kommen die Geister. Nicht nur jene, die ihren Kopf unter dem Arm tragen, sondern auch die Geister der Vergangenheit.

In diesen dunklen Stunden fundet Robin Gibb (54) nur Ruhe. Die Gedanken an seinen Bruder Maurice, der im Januar 2003 an Herzversagen starb, lassen ihn einfacheit los.

(...) In der Nähe von Oxford hat er sich ein renoviester Kloster gekauft. Ein riesiges Anwesen mit geschichtsträchtiger Vergangenheit und übersinnlicher Aura.

John, der Gärtner, hat im Haus gespukt, bis ihm Robin und seine Ehefrau Dwina winen Kräutergarten anlegten, schwört der Bee Gee. Außerdem gibt es im Haus ein Weihwasserbecken, das sich auf wundersame Weise alle para Monate von ganz allein mit Wasser füllt. Robin und seine zweite Ehefrau Dwina stehen diesen übersinnlichen Phänomenen sehr offen gegnüber. Die blonde Dwina ist eine Druidin, eine keltische Priesterin und Heilerin. Auch Robin lebt nach den Prinzipien dieser uralten Tradition. ,,Es ist eine mentale Haltung, die einen sum Druiden macht", sagt er. ,,Alle Druiden verfolgen nur ein Ziel: eine Welt in Frieden und Harmonie."

Mit dieser Einstellung verwundert es nicht, dass die Ehe der beiden schon seit 19 Jahren hält. Kommunikation ist der Schlüssel zum Glück: ,,Wenn die Gespräche untereinander nachlassen, ist die Ehe schon fast gescheitert", sagt der 54-jährige Sänger. Seine erste Ehe mit Molly scheiterte 1982, mit ihr hat er die gemeinsamen Kinder Spencer und Melissa. Wenn er nicht gerade auf Tournee ist, schläft Robin morgens lang, steht erst gegen Mittag auf. Ums Essen kümmert sich Dwina: ,,In der Küche habe ich nichts verlore", sagt Robin. ,,Ich kann nämlich nicht kochen."

Er kann dafür anderes. Meistens sitzt er bis spät nachts in seinem Studio und komponiert. Im November wird es ein Best of-Album der Bee Gees geben. Im Herbst wird Robin in Deutchsland sein. ,,Das deutsche Publikum ist mir sehr nahe", schwärmter. ,,Daher möchte ich mit meiner Tour in Deutschland starten."


BEE GEE ROBIN GIBB – MEIN NEUES LEBEN IM ENGLISCHEN SPUKSCHLOSS
(Sascha Hellen, Dass Neue Blatt, September 2004)

Mit Hits wie Massachusetts begeisterte Bee Gee Robin Gibb (54) Generationen. Nach dem Tod seines Zwillingsbruders Maurice verließ er mit Ehefrau Dwina (50) Florida. heute leben sie in der Nähe von Oxford in einem Schloss, das im Mittelalter ein Kloster war.

Mister Gibb, ab September touren Sie durch Deutschland. Welche Beziehung haben Sie zu den deutschen Fans?

Das deutsche Publikum steht mir sehr nahe. Es ist sehr treu, und wir haben immer großem Orchester alle Bee-Gees-Hits und meine Solustücke zu spielen. Großbritannien und die USA plane ich erst für 2005. Das ist auch ein Dankeschön an die Fans hier.

Ihr Bruder Maurice starb im Januar 2003. Haben Sie seinen Tod verarbeiten können?

Die Trauer vergeht nie. Ich denke sehr oft an Maurice, er fehlt mir. Der Tod kam plötzlich, wir alle waren nicht vorbereitet. Ich fühle mich, als wäre ein Teil von mir gestorben. Ich glaube nicht, dass ich Maurices Tod jemals verwinden kann.

Wie geht es mit den Bee Gees weiter?

Im November wird ein Best-Of-Album mit allen Nummer-1-Hits erscheinen. Die Bee Gees sind nicht tot. Mein Bruder Barry und ich werden weitermachen, das sind wir Maurice schuldig.

Sie leben in einem altem Schloss. Welchen Einfluss hat das Anwesen auf Sie?

in Florida hat mich alles zu sehr an Maurice erinnert. Hier kann ich entspannen und abschalten. Ich habe in den letzten Monaten zur Ruhe gefunden. Ich atme Geschichte und diese Mauern haben viele Menschen kommen und gehen sehen. in der Kapelle wurde die Jungfrau von Orleans zum Tode verurteilt. es ist ein heiliger Ort für mich.

Haben Sie das Haus selbst eingerichtet?

Teilweise haben wir viele Stücke auf Reisen und Auktionen gekauft. Dwina hat großes Talent bei der Einrichtung gezeigt. Sie hat einen tollen Geschmack, mischt Altes mit moderner Kunst und sakralen Elementen.

Macht es Sie nachdenklich, dass Ruhm und Reichtum nicht vor Schicksalsschlägen schützen?
Nein, diese Erfahrung haben wir schon sehr früh gemacht. Trotz aller Erfolge und Auszeichnungen bin ich mir jeden Tag aufs Neue bewusst, welches Glück ich habe. Ich bin gesund, brauche neue materiell keine Sorgen zu machen. Und ich danke jeden Tag für dieses Leben.

Wem danken Sie? Gott?

Nein, nicht Gott. Ich suche mein religiöse Befriedigung nicht in die herkömmlichen. Meine Frau Dwina ist Druidin und stammer von dem Zauberer Merlin ab. Sie meditiert jeden Morgen und hat in Garten einen Steinkreis errichten la...sen. Darin findet sie Zugang zu höher Ebenen.

Was schätzen Sie an Ihrer Frau Dwina?

Sie ist der ruhende Pol, den ich brauche. Ich arbeite in einer Branche, die ein Haifischbecken ist. Sehr viele Lügen, sehr viel Stress. Dwina hat mich immer bewahrt und mir geholfen, dass ich den Ausgleich nicht verliere. Ich bin froh, dass ich eine solche Frau gefunden habe. Sie hat mir andere Welten eröffnet.

Glauben Sie denn an Übersinnliches?

Natürlich. Ich glaube auch an Geister. Hier im Haus spukt es. Es zieht nachts der Geist des Eigentümers aus dem 15 oder 16 Jahrhundert durch die Räume. Es sind seltsame Sachen geschehen. Viele halten mich jetzt vielleicht für einen Spinner, aber ich glaube daran.

ROBIN GIBB: WIR LEBEN MIT EINEM GEIST ZUSAMMEN
(By Peter Robertson & Homer Skykes, Frau im Spiegel, September 2004)

Als Bee Gees füllten sie die Hallen – bis zum Tod von Maurice Gibb. Jetzt kommt sein Bruder Robin allein nach Deutschland. Fram im Spriegel präsentiert seine große Tournee.
Es ist, als würde man in ein anderes Jahrhundert eintauchen: Ritterrüstungen, Eichentische, alte Mauern. Das Refugium von Robin Gibb (54) ist ein ehemaliges Priesterseminar aus dem 12. Jahrhundert in Oxfordshire. Hier lebt der Bee-Gees-Musiker seit zwanzig Jahren mit seiner Frau Dwina (52) und Sohn Robin-John (21) zusammen mit zwei irischen Wolfshunden. Ab dem 17. September ist Robin Gibb mit einem 25-köpfigen Sinfonierorchester auf Tour durch Deutschland – die erste seit dem plötzlichen Tod seines Zwillingsbruders Maurice vor über einem Jahr. Frau im Spiegel präsentiert die Konzerte und besuchte den star in England. Dort sprach Gibb über sein altes Haus, den Verlust seines Bruders und seine Wünsche für die Zukunft.

Wie haben Sie Ihr Haus gefunden?
Dwina und ich wohnten in London, und wir wollten unbedingt aufs Land ziehen. Dann entdeckten wir dieses Haus im Country Life Magazine und haben uns sofort verliebt. Das Haus gehörte damals Charles Harding Rolls, ein Mitglied der Rolls-Royce-Familie.

Es ist ziemlich alt, oder?
Oh ja. Teile der Kapelle sind auf 1138 datiert. Das Haus selbst wurde 1241 von einem Kanzler der Universität von Oxford gebaut. 500 Jahre lang war es eine Art Priesterseminar, wo Bischöfe ausgebildet wurden. Königin Elizabeth I war hier zu Besuch. Außerdem war es ein Gefängnis für französische Aristokraten während der französischen revolution.

Gibt es auch Geister?

Ja, ein Gärtner namens John soll noch sein Unwesen treiben. Er hat hier um 1650 gearbeitet. Gesehen habe ich ihn noch nicht. sein Geist stört uns nicht, denn wir sind oft unglücklicher mit manchen Lebenden als mit den Toten. Außerdem ist John sicher mit allem sehr zufrieden, was wir so mit dem Haus angestellt haben (lacht)

Was haben Sie verändert?

Wir haben das Wohnzimmer mit der Bibliothek getauscht, das Schlafzimmer gebracht, die Bäder verändert und drei Räume in eine große, gemütliche Küche umgewandelt.

Und Sie mögen so viel Vergangenheit um sich herum?

Ja, ich fühle mich einfach besser in Häusern und Plätzen mit Geschichte. Amerikaner verstehen das nicht: Sie reißen alte Häuser ab und bauen sie woanders wieder auf. Dann ist es aber nicht mehr dasselbe.

Trotzdem haben Sie noch einen zweiten Wohnsitz in den USA?

Ja, in Florida. Aber das hier ist mein richtiges Zuhause. Ich fühle mich einfach britisch.

Feiern Sie viele Partys?

Nein, ich mag keine Partys. Aber wir haben natürlich Familienfeiern wie Weihnachten. Und Gäste wie Ringo Starr oder den Komiker Rowan Atkinson. Uri Geller kommt auch regelmäßig vorbei und verbiegt unsere Gabeln.

Demnächst gehen Sie auf Deutschlandtournee. Sprechen Sie ein wenig Deutsch?

Ja, einen Satz: Einen Teee mit Milch, bitte. Das braucht man auf der Tour jeden Tag (lacht). Ansonsten sprechen die meisten Deutschen ja Englisch.

Sie mögen deutsche Autos?

Oh ja, ich fahre einen Mercedes-Benz. Die machen einfach die besten Autos der Welt.

Was haben Sie bisher von Deutschland gesehen?

Es ist ein wunderschönes Land mit so unterschiedlichen Landschaften. Meiner Meinung nach ist es eines der schönsten Länder der Welt. Nach den vielen Jahren mit Tourneen fühle ich mich schon fast wie zu Hause. Ich sehe Deutschland nicht mehr als fremden Staat, denn alles ist mir so vertraut.

Sie haben im letzten Jahr Ihren Zwillingsbruder Maurice verloren. Das war sicher ein schwerer Schicksalsschlag?

Das ist ein schrecklicher Teil meines Lebens, dass ich rice so früh verloren habe. es ist für jede Familie schlimm, aber für mich ist es besonders hart, weil er nicht nur ein Freund und Kollege war. Ich habe mit ihm fast alles geteilt. Maurice ist immer noch ein Teil meines Lebens.

Werden Sie Ihren Bruder auf der Deutschlandtournee würdigen?

Ich werde ihm einen Song widmen. Alles, was ich tue, ist eine Widmung an Maurice. Barry und ich wollen im nächsten Jahr ein Maurice-Gedächtnis-Konzert in New York geben.

Hat sich Ihre Lebens-einstellung seit dem Tod Ihres Bruders verändert?

Zum Teil. Seit Maurice si einfach Über Nacht für immer gegangen ist, weiss ich: Hey, das ist alles, was wir haben, das Hier und Jetzt. Wir haben kein Gestern oder Morgen, nur den Moment, in dem wir gerade leben, Außerdem bin ich auch reifer geworden. Ich nehme vieles nicht mehr so leicht. Eigentlich habe ich viel Sinn für Humor, aber inzwischen sehe ich immer eher die traurigen Seiten der Dinge.

Wenn Sie sich an früher erinnern, woran denken Sie da?

Das ist sehr schmerzhaft, denn ich sehe Maurice und mich aks kleine Jungs, wie wir überlegten, was wir in der Zukunft machen wollen. Ich glaube, dass er immer bei mir ist.

Seit 19 Jahren sin Sie jetzt mit Ihrer Frau Dwina verheiratet. Was ist Ihr Glücksgeheimnis?

es ist wichtig, ein eigenes Leben zu führen un sich nicht ständig auf der Pelle zu hocken. Meine Frau ist sehr eigenständig als Drehbuchautorin.

Wo leben Ihre Kinder?

Spencer ist 32 und wohnt in Austin, er macht auch Musik. Melissa lebt in London als Dolmetscherin für Arabisch. Robin-John wohnt noch bei uns.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Das Leben zu genießeb und glücklich zu sein.

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